CO₂-Fußabdruck im Gesundheitssektor: Bewertung für die AMEOS-Gruppe
Projekthintergrund
Zum Zeitpunkt des Projekts zählte die AMEOS-Gruppe mit über 50 Standorten in der DACH-Region zu den größten Gesundheitsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Neben Krankenhäusern gehörten auch Polikliniken, Rehabilitations-, Pflege- und Integrationseinrichtungen zur Gruppe. In den Einrichtungen wurden jährlich bis zu 500.000 Menschen von über 18.000 Mitarbeitenden betreut.
In einem zuvor abgeschlossenen Auftrag ermittelte RSK Alenco zunächst den CO₂-Fußabdruck des Unternehmens unter Berücksichtigung der Emissionen aus Scope 1 und Scope 2. Im darauffolgenden Jahr wurde die Bewertung um die Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) erweitert.
Die Bewertung basierte auf einem intern entwickelten Prüfverfahren und speziell für diesen Auftrag zugeschnittenen Fragebögen. Auf Grundlage des GHG Protocol wurden die maßgeblichen Kategorien identifiziert und die CO₂-Äquivalente mithilfe von Emissionsfaktoren bestimmt. Dabei wurden unter anderem spend-basierte Emissionsfaktoren von DEFRA sowie Input-Output-Daten des U.S. Bureau of Economic Analysis (BEA) herangezogen.
Leistungen von RSK
- Online-Workshop zur Identifizierung der relevanten Scope-3-Kategorien
- Abstimmung der erforderlichen Daten je Kategorie einschließlich entsprechender Beispiele
- Prüfung der vom Unternehmen bereitgestellten Informationen und Dokumente
- Berechnung der Emissionen je Kategorie und zusammenfassende Darstellung der Scope-3-Emissionen einschließlich identifizierter Datenlücken und Empfehlungen für weitere Schritte
Projektergebnis
Die Berechnung der Scope-3-Emissionen ergab, dass Verbrauchs- und Investitionsgüter mit rund 80 % den größten Anteil der betrachteten Emissionen ausmachten. Auch beim Transport innerhalb der Lieferkette wurde Verbesserungspotenzial identifiziert.
RSK Alenco empfahl, spezifische Emissionsfaktoren für Produkte und Dienstleistungen festzulegen. Dadurch können Anbieter und Produkte mit einem geringeren CO₂-Fußabdruck identifiziert und gezielt Maßnahmen zur Reduzierung der Gesamtemissionen des Unternehmens abgeleitet werden.
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Sabine Imbusch
Fachbereichsleitung Environmental Due Diligence | Expertin für Environmental Compliance & EHS-Audits