RSK steigert Umsatz und Profitabilität
Die RSK-Gruppe hat ihren Jahresbericht und den konsolidierten Finanzabschluss für das Geschäftsjahr vom 7. April 2025 bis zum 5. April 2026 veröffentlicht.
Die Geschäftszahlen zeigen eine positive Entwicklung: Das EBITDA stieg um 24,2 Prozent auf 152,1 Millionen Pfund. Die EBITDA-Marge, gemessen an den Nettogebühreneinnahmen, erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent.
Zum Wachstum trugen sowohl die organische Geschäftsentwicklung als auch strategische Unternehmensübernahmen bei. Eine konsequente operative Steuerung wirkte sich zudem positiv auf die Profitabilität aus.
Finanzielle Höhepunkte des Geschäftsjahres 2025/26
- Umsatz: 2,47 Milliarden Pfund (+10,3 % gegenüber dem Vorjahr)
- Nettogebühreneinnahmen: 1,33 Milliarden Pfund (+20,2 %)
- EBITDA: 152,1 Millionen Pfund (+24,2 %)
- EBITDA-Marge: 11,4 % der Nettogebühreneinnahmen (+0,3 Prozentpunkte)
- Bereinigtes EBITDA: 225,7 Millionen Pfund (+32,1 %)
- Aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel: 117,2 Millionen Pfund
- Betriebsergebnis: 18,1 Millionen Pfund
Internationale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
RSK zählt zu den international tätigen Unternehmensgruppen im Umwelt- und Ingenieurwesen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 umfasste die Gruppe mehr als 200 Unternehmen mit über 17.000 Mitarbeitenden in mehr als 40 Ländern.
Das Geschäftsmodell verbindet die Spezialisierung und Eigenständigkeit der einzelnen Unternehmen mit den fachlichen und organisatorischen Möglichkeiten einer internationalen Gruppe.
Um die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu intensivieren, hat RSK seine Organisationsstruktur im Berichtsjahr von neun auf sechs Geschäftsdivisionen angepasst. Die neue Struktur soll den fachübergreifenden Austausch fördern und es ermöglichen, Kunden zunehmend integrierte Leistungen anzubieten.
RSK-Gründer und CEO Alan Ryder hebt in der Jahresmeldung insbesondere die Bedeutung dieser Zusammenarbeit hervor. Die Verbindung unterschiedlicher Fachkompetenzen sei eine wesentliche Stärke der Unternehmensgruppe, während die einzelnen Unternehmen ihre Spezialisierung, Eigenständigkeit und engen Kundenbeziehungen bewahren.
Auch die internationale Expansion wurde fortgesetzt: Im Geschäftsjahr 2025/26 übernahm RSK zehn weitere Unternehmen und investierte mehr als 172 Millionen Pfund in den Ausbau seiner Kompetenzen und geografischen Präsenz.
Geschäftsentwicklung in den vier zentralen Marktbereichen
Die RSK-Gruppe ist in Märkten tätig, die durch langfristige Investitionen und strukturelle Herausforderungen geprägt sind. Dazu zählen insbesondere Wasserversorgung, Energiewende, Umweltschutz, Infrastrukturmodernisierung und Klimaanpassung.
Der Bereich Wasser blieb mit einem Umsatz von 982,5 Millionen Pfund der größte Marktsektor der Gruppe.
Die Umsätze in den vier zentralen Marktbereichen verteilten sich wie folgt:
- Wasser: 982,5 Millionen Pfund
- Energie: 452,0 Millionen Pfund
- Infrastruktur: 423,4 Millionen Pfund
- Gebaute und natürliche Umwelt: 614,7 Millionen Pfund
Auch das Dienstleistungsportfolio der Gruppe ist breit aufgestellt. Umwelttechnische Lösungen machten 53 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auf Ingenieur- und Planungsberatung entfielen 25 Prozent, auf Umweltberatung 15 Prozent sowie auf Prüf-, Inspektions-, Zertifizierungs- und Compliance-Leistungen sieben Prozent.
Diese fachliche Vielfalt ermöglicht es den Unternehmen der RSK-Gruppe, Kompetenzen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzuführen und Kunden bei komplexen technischen und umweltbezogenen Aufgaben zu unterstützen.
Die folgende Grafik veranschaulicht die Umsatzverteilung in den vier Marktbereichen und zeigt ergänzend deren durchschnittliche jährliche Wachstumsraten über einen Zweijahreszeitraum.

Nachhaltigkeit und Innovation weiterhin im Fokus
Neben den wirtschaftlichen Ergebnissen berichtet RSK über Fortschritte bei seinen Nachhaltigkeitszielen und Investitionen in die Weiterentwicklung technischer Lösungen.
Nach Angaben der RSK-Gruppe entfielen im Geschäftsjahr 2025/26 insgesamt 92 Prozent des Umsatzes auf Projekte, die Kategorien der Green-Bond-Prinzipien der International Capital Market Association (ICMA) zugeordnet werden können.
Weitere Entwicklungen im Überblick:
- Klimaschutz: Die Treibhausgasemissionsintensität lag 38 Prozent unter dem Ausgangsniveau des Geschäftsjahres 2019/20.
- Klimastrategie: RSK veröffentlichte seinen ersten gruppenweiten Klimatransitionsplan mit dem Ziel, bis 2040 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen.
- Forschung und Entwicklung: Die Investitionen beliefen sich auf 80,9 Millionen Pfund.
- Nachhaltigkeitsbewertung: RSK erhielt bei der jüngsten EcoVadis-Bewertung eine Silbermedaille.
- Gesellschaftlicher Mehrwert: Die britischen Gruppengesellschaften erzielten nach der von RSK verwendeten Bewertungsmethodik einen gesellschaftlichen Mehrwert von 142 Millionen Pfund.
Darüber hinaus investierte RSK die durch seine nachhaltigkeitsbezogene Finanzierung erzielten Zinseinsparungen in Höhe von 966.000 Pfund in verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte weltweit.
Ausblick: Wachstum und langfristige Zusammenarbeit
Mit ihrer globalen Strategie bis 2030 verfolgt die RSK-Gruppe das Ziel, ihre Marktposition weiter auszubauen und langfristige Werte für Kunden, Mitarbeitende und Gesellschaft zu schaffen.
Im Geschäftsjahr 2026/27 sollen insbesondere organisches Wachstum, höhere Margen und Cashflows sowie der verantwortungsvolle Einsatz neuer Technologien im Mittelpunkt stehen. Ergänzt wird dies durch gezielte Unternehmensübernahmen und eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe.
Die Unternehmen von RSK in der DACH-Region sind Teil dieses internationalen Netzwerks und haben die Möglichkeit, fachliche Kompetenzen und Erfahrungen innerhalb der Unternehmensgruppe auszutauschen.