Projekthintergrund
Eine geplante Aktualisierung der bestehenden Genehmigungssituation an einem Tanklager, das zu einer Produktionsanlage eines Chemieunternehmens gehört, machte eine Genehmigungsänderung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erforderlich.
Da es sich bei der zugehörigen Anlage um eine genehmigungsbedürftige Anlage nach Nummer 4.1.19 des Anhangs 1 der 4. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) handelte, war im Rahmen des Genehmigungsverfahrens gemäß §§ 4a und 21 der 9. BImSchV die Erstellung eines Ausgangszustandsberichts (AZB) für Boden und Grundwasser erforderlich.
RSK wurde mit der Konzeption und Erstellung des AZB sowie den hierfür erforderlichen Boden- und Grundwasseruntersuchungen beauftragt.
Leistungen von RSK
- Abgrenzung der zu untersuchenden Anlage gegenüber angrenzenden Betriebsteilen
- Beschreibung der Anlage und der geplanten Anlagenmodifizierungen
- Dokumentation der verwendeten und erzeugten Stoffe und Gemische
- Bewertung der Umweltrelevanz der Stoffe und Gemische
- Identifizierung der relevanten gefährlichen Stoffe (rgS)
- Entwicklung einer geeigneten Untersuchungsstrategie
- Abstimmung mit den zuständigen Behörden
- Gutachterliche Begleitung der Errichtung von Grundwassermessstellen
- Überwachung und Durchführung von Bodenuntersuchungen mittels Kleinrammbohrungen und Probenahmen
- Auswertung chemischer Analysen sowie Dokumentation der Ergebnisse
Befunde
Im Rahmen der Erstellung des Ausgangszustandsberichts wurde geprüft, ob für Teilbereiche des geplanten Anlagenstandortes ein Ausnahmetatbestand gemäß § 10 Abs. 1a BImSchG geltend gemacht werden kann. Die Prüfung ergab, dass dies für keinen Bereich des Anlagenstandortes möglich war.
Daher wurden für sämtliche relevanten Bereiche Untersuchungsstrategien für die Medien Boden und Grundwasser auf Grundlage der gültigen Arbeitshilfe zum Ausgangszustandsbericht der LABO entwickelt und mit den beteiligten Stellen abgestimmt.
Projektergebnis
Zur Ermittlung des Grundwasserzustands wurde das bestehende Messstellennetz in Abstimmung mit der zuständigen Behörde um jeweils eine zusätzliche Grundwassermessstelle im An- und Abstrom des Untersuchungsgebietes ergänzt.
Zur Feststellung des Ausgangszustands des Bodens wurden im Bereich relevanter Anlagenteile Bodenproben entnommen und hinsichtlich der zuvor identifizierten rgS analysiert. Die Probenahme erfolgte mittels Kleinrammbohrungen.
Die Analysenergebnisse der untersuchten Proben dokumentierten den Ausgangszustand der untersuchten Bereiche für die Medien Boden und Grundwasser.
Ausgangszustandsberichte für Industrieanlagen
Bei genehmigungsrelevanten Änderungen von Industrieanlagen kann die Erstellung eines Ausgangszustandsberichts (AZB) erforderlich sein. RSK unterstützt Unternehmen bei der Prüfung der Anforderungen sowie bei der Planung und Durchführung der notwendigen Boden- und Grundwasseruntersuchungen.
Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen im Bereich Ausgangszustandsberichte gemäß IE-Richtlinie.
Ihre Ansprechpartnerin
Sie haben Fragen zu dieser Fallstudie?
Sabine Imbusch steht Ihnen gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

